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Angefangen hat alles im August 2009 mit der Idee einer E-Gitarre die sozusagen Best of Both worlds in sich vereinigt ohne wie ein Plagiat zu klingen und das mit einem maßgeschneiderten Instrument vom Gitarrenbauer. Die Vorgeschichte zu dieser Idee ist recht schnell erzählt. Vor ca. 2 Jahren hab ich mir eine Gibson Les Paul gekauft in einem schönen Tobacco Burst. Die Gitarre hatte einen Mörderton, war für mich aber immer aufgrund dieses - zumindest für mich - merkwürdigen Stop Tailpiece Konstruktes schlecht bespielbar und wurde deswegen auch im Juni 2009 wieder verkauft. Auch habe ich über Jahrzehnte hinweg ne Telecaster besessen, die soundtechnisch auch toll war, aber viel zu schwer und mit diesem megaschlechten 50er Jahre Steg auch nicht das Gelbe vom Ei war was die Bespielbarkeit anging. Da ich schon im Besitz einer Customstrat von Fritz Rössel bin und die seit 25 Jahren mit größtem Vergnügen spiele, wurde es Zeit dem Schätzchen ne Schwester zu spendieren.

Gesagt getan. Beim Fritz Rössel in Koblenz vorbeigefahren und ein bisschen rumgesponnen und philosophiert. Die Idee in meinem Kopf war folgende: Eine Gitarre mit der Korpusform einer optimierten Telecaster, die mit 2 splitbaren Humbuckern bestückt sein sollte, den Steg wie bei einer Strat. Die Schaltung war ein heißes Thema, da ich ja keine Professur auf der Bühne abhalten wollte um zu wissen was ich gerade angewählt habe. So wurde ein Extraschalter für den Split schnell verworfen. Nach einigen Diskussionen haben wir uns auf folgende vorläufige Schaltung festgelegt.
5-Way Stratswicht: 1. HalsHu 2. HalsSC 3. 2xHU 4. 2xSC 5. StegHU.

Damit sind eigentlich alle brauchbaren Sounds von Les Paul und Tele abgedeckt.
Höchstzufrieden gings nun an die Holzauswahl. Nuß was sonst!! Nuß? fragt sich jetzt sicher der eine oder andere, „hab noch nie gehört das man daraus auch Instrumente baut“. Stimmt wird sehr selten verbaut, aber jeder der mal ein Nußinstrument gespielt hat kriegt den Ton nicht mehr aus dem Kopf. Restlos überzeugt war ich, als ich vor einiger Zeit schon mal nen Puristbass Lefthand aus Nußbaum gespielt habe. Außerdem wollte ich nicht schon wieder Erle, das hatte ich schon auf der Strat. Die Shapings wie bei einer Strat - logisch. Die Gitarre soll ja bequem hängen. Das Halsmaß war auch relativ schnell gefunden 45 mm am Sattel nicht wie sonst üblich die spatzenbeinigen 42 mm. Da hat man Platz für alle möglichen Spieltechniken und kann komfortabel auch in den untersten Lagen greifen. Ein weiterer langer Diskussionspunkt war das Kopfplattendesign. Viele Ideen wurden zu Papier gebracht und doch immer wieder modifiziert, so daß nach ca. 2 Wochen die endgültige Form und Größe gefunden wurde. Da die Kopfplatte einen nicht unerheblichen Einfluß auf den Gesamtsound der Gitarre nimmt, haben wir hier seeehr lange diskutiert und rumprobiert.
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Und fertig! Die neue Bluezy hat Ihren Weg zu mir gefunden und ist ein Hammerinstrument geworden ;-))
Aus einteiligem Nußbaum, etwas kleiner als das klassische Vorbild, dafür mit einer längeren Mensur und komplett neu entwickelten PU's, die Schaltung 1 x Toggle für die PU Anwahl und 1 x Volume Push/Pull zum PU Splitting. That's All
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